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Palliative Care Level II


Im Zimmer
"Das Zimmer behütet mich, da ich es hüten muss.
Kommt stückweis die Welt an mein Fenster.
Pappeln Sperlinge Wolken.
Briefe von alten und fremden Freunden besuchen mich täglich.
Die Zeit ein Gespräch. Wirklichkeit sagst du, ich sage Traum."
- Rose Ausländer -

Seltene Nicht-Maligne Erkrankungen in der Palliativversorgung
In der Palliativversorgung spielen nicht onkologische Erkrankungen bisher eine untergeordnete Rolle. Doch die Patientenzahl mit fortgeschrittenen internistischen, neurologischen oder geriatrischen Erkrankungen steigt rapide an. Die Herausforderung für die Palliativversorgung liegt nicht nur in der hohen Zahl nicht onkologischer Patienten, die ebenso Anspruch auf qualifizierte palliativmedizinische Betreuung haben, sondern auch in den unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Die Einschätzung der Prognose bei diesen Patienten ist wesentlich schwieriger, und damit auch die Frage, wann sie am ehesten von palliativmedizinischer Betreuung profitieren. Die Behandlung der Grunderkrankung reicht, zum Teil anders als bei onkologischen Patienten, in die terminale Phase mit hinein. Diese Patienten sterben wahrscheinlich in höherem Alter zum Beispiel an neurologischen Erkrankungen (Alzheimer oder andere Demenzen), an chronischen Lungenerkrankungen, terminaler Herzinsuffizienz oder an einer generellen Gebrechlichkeit. Physischen, psychosozialen und spirituellen Nöten dieser Patienten wird Rechnung getragen, sodass sie von der Palliativversorgung profitieren können.

Marte Meo bei Menschen mit Demenz in der Palliativversorgung
Marte Meo, ist eine ressourcenorientierte Methode, die danach fragt, wie es gelingen kann, Menschen mit Einschränkungen im Alltag Orientierung, Sicherheit und Wertschätzung zu vermitteln. Grundlage für das Arbeiten mit Marte Meo ist die Videotechnik. Mit ihrer Hilfe werden kurze Szenen im Alltag der Menschen mit Demenz gefilmt und anschließend analysiert. Gezielt werden die gelungenen Momente im Kontakt herausgearbeitet und bestärkt. Die Grundannahme ist, dass alle Begleitenden bereits gute, intuitive Kräfte im Fühl-Denken in sich tragen. Das Videocoaching hilft den Fachkräften in den unterschiedlichen Settings der Palliativversorgung, ihre eigenen kommunikativen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Darüber können sie demütig und wertschätzend die Lösungsversuche und verbliebenen Kompetenzen, der Menschen mit Demenz, wahrnehmen und als Ausdruck von Teilhabe und Lebensqualität wahrnehmen.

Supervision in der Palliativversorgung
Supervision ist ein Setting, ein Ort, in dem es für die Teams und Organisationen Gelegenheit und die Erlaubnis gibt, in einem geschützten Rahmen über den Arbeitsbereich zu reflektieren, Konflikte produktiv anzugehen, das Enttäuschungsmanagement zu stärken, Nachzudenken über die Ressourcen und das Gute. Nichts Anderes ist Inhalt der Supervision in diesem Praxisfeld. Darüber hinaus trägt die Supervision dazu bei, dass die Organisationskultur sich weiterentwickelt, festigt und nachhaltig intern und extern Wirkung entfaltet.


Inhalte

Seltene Nicht-Maligne Erkrankungen in der Palliativversorgung und therapeutische Möglichkeiten der Symptomlinderung
Grundlagen und Fallarbeit zu Marte Meo bei Menschen mit Demenz in der Palliativversorgung
Grundlagen und verschiedene Aspekte der Supervision, sowie Fallarbeit anhand komplexer Situationen aus der Praxis der Palliativversorgung



Lehrgangsstruktur

3 Seminartage, 30 Arbeitseinheiten

Ziele

Am Ende des Seminars
haben Sie sich mit seltenen zum Beispiel internistischen, pulmonalen Erkrankungen in der Palliativversorgung auseinandergesetzt
haben Sie entsprechende Therapieoptionen zur Linderung der Symptomlast kennen gelernt und können diese Möglichkeiten der Therapien auf ihren Arbeitsbereich transferieren
haben Sie Strategien zur Umsetzung in der Gruppe reflektiert und können das neu erworbene Wissen für das jeweilige Setting der Palliativversorgung nutzen
kennen Sie die Methode Marte Meo und die wichtigsten Arbeitsgrundlagen
können Sie die alltägliche Interaktion mit Menschen mit Demenz anderes betrachten und wenden beispielhaft die ressourcenorientierte Kommunikationsmethode Marte Meo an, um demenziell erkrankte Menschen in der Palliativversorgung zu orientieren, ihnen die nötige Wertschätzung entgegenzubringen und mit Ihnen einen „schönen Moment“ des zwischenmenschlichen Kontakts zu erleben.
haben Sie Supervision als regelgeleitetes Verfahren der Reflexion laufender Arbeitsprozesse kennengelernt
haben Sie sich mit dem Selbst- und Fremdverstehen des beruflichen Handelns in den komplexen Situationen der Palliativversorgung auseinander gesetzt und sind angeregt, die personale Kompetenz als „Professionelle“ weiterzuentwickeln.

Zielgruppe

Fachkräfte aller Berufsgruppen des Gesundheitswesens mit einer abgeschlossenen Weiterbildung Palliative Care.

Fortbildungspunkte RbP: 12


Alle Kurstermine

Datum
Donnerstag, 27.05.2021
Uhrzeit
08:30 - 17:45 Uhr
Datum
Freitag, 28.05.2021
Uhrzeit
08:30 - 17:45 Uhr
Datum
Samstag, 29.05.2021
Uhrzeit
08:30 - 17:45 Uhr


Nummer 10.64.0221
Termin 27.05.21 - 29.05.21
08:30 - 17:45 Uhr
Dauer 30 UE
Kosten 490,00 €
Referent/innen
Ansprech-
partner
Britta Esser
   0211-409 3177
  E-Mail schreiben
Kurs abgeschlossen

Kaiserswerther Seminare

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